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Digitaler Aufbruch in Grünbach am Schneeberg: Baustart für rund 740 Glasfaseranschlüsse

Grünbach am Schneeberg, 07. April 2026 – In der Marktgemeinde Grünbach am Schneeberg starten die Arbeiten für das NÖ Glasfasernetz in Kürze. Mit diesem Infrastrukturprojekt werden künftig rund 740 Haushalte und Betriebe direkt an die digitale Überholspur angeschlossen. Realisiert wird das Vorhaben von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes. Damit wird ein entscheidender Impuls gesetzt, um die Standortattraktivität und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region langfristig zu sichern.

Der Ausbau ist Teil der Breitbandstrategie des Landes, deren Ziel eine möglichst flächendeckende Versorgung mit zukunftssicheren Glasfasernetzen ist. Damit entsteht eine digitale Grundversorgung, die den Anforderungen von Wirtschaft, Bildung und Alltag langfristig gerecht wird. Möglich wird das Vorhaben durch das Zusammenspiel von Gemeinde, Bevölkerung und nöGIG.

Gemeinsamer Einsatz für den Glasfaserausbau
„Wir schaffen heute die Basis für eine echte digitale Gleichberechtigung zwischen Stadt und Land. Highspeed-Internet darf in Niederösterreich kein Privileg urbaner Zentren sein, sondern muss als Standard-Infrastruktur überall dort verfügbar sein, wo Menschen ihre Zukunft aufbauen. Mit dem Spatenstich in Grünbach am Schneeberg stellen wir sicher, dass Familien und Betriebe hier die gleichen Rahmenbedingungen vorfinden wie in Ballungsräumen“, betont Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Bürgermeister Michael Schwiegelhofer sieht im Glasfaserausbau vor allem ein Werkzeug für ein modernes Gemeindeleben und die lokale Wirtschaft: „Dieses Projekt ist für Grünbach am Schneeberg eine sehr wichtige Investition. Wir bauen hier eine Infrastruktur, die für die Attraktivität unseres Standorts essenziell ist. Ob nahtloses Home-Office für unsere Pendler oder die digitale Vernetzung unserer Gewerbebetriebe – wir machen unsere Gemeinde fit für eine Zeit, in der Datenstabilität und Geschwindigkeit genauso wichtig sind wie eine gute Verkehrsanbindung.“

Projektumfang und Zeitplan
Das Projekt umfasst die Verlegung von insgesamt rund 21 Kilometern an neuen Glasfaserleitungen im gesamten Gemeindegebiet. Mit der baulichen Umsetzung wurde das Generalunternehmen Strabag beauftragt, wobei das Investitionsvolumen bei etwa 2,6 Millionen Euro liegt. Die Vorbereitungen für die Tiefbauarbeiten starten in Kürze. Der Tiefbau selbst wird planmäßig bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Ab Herbst erfolgt dann auch die schrittweise Aktivierung der Anschlüsse, sodass die vollständige Inbetriebnahme des Netzes bis zum Frühjahr 2027 realisiert sein wird.

Auch Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, unterstreicht die Bedeutung der Infrastruktur: „Mit jedem neu erschlossenen Gebiet schaffen wir eine Infrastruktur, die über viele Jahrzehnte hinweg die technologische Basis für die Gemeinde bilden wird. Glasfaser ist keine vorübergehende Lösung, sondern ein bleibendes Fundament für die digitale Entwicklung von Grünbach am Schneeberg. Wir investieren hier in einen stabilen Wert, der den Standort langfristig absichert und den wachsenden Anforderungen an die Datenübertragung heute wie morgen gerecht wird.

Offenheit und Nachhaltigkeit in öffentlicher Hand
Das NÖ Glasfasernetz wird aktuell in rund 200 Gemeinden nach dem Modell Niederösterreich errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt langfristig mehrheitlich im öffentlichen Eigentum und wird von nöGIG geplant und betrieben. „Unser offenes Netzmodell steht sämtlichen Internetdienstanbietern zu fairen Konditionen zur Verfügung. Das garantiert den Endkunden und Endkundinnnen echte Wahlfreiheit, fördert einen gesunden Wettbewerb und sichert eine stabile Versorgung auf höchstem Niveau“, erklärt Simon Grillitsch, Prokurist der Breitband Holding des Landes Niederösterreich. Er ergänzt, dass gegenwärtig bereits 26 verschiedene Provider auf dem Netz aktiv sind – eine Zahl, die stetig weiter ansteigt.

Glasfaser-Gesamtkonzept für Niederösterreich
Niederösterreich hat als erstes Bundesland Österreichs ein Gesamtkonzept für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt. Es kann für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern angewandt werden. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen nach dem Modell NÖ versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern als Finanzpartner auf zwei Investitionspakete in der Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.

Über nöGIG – Zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur für ländliche Regionen Niederösterreichs

Im Auftrag des Landes errichtet und betreibt die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (kurz: nöGIG) Glasfasernetze abseits der Ballungsräume Niederösterreichs. Sie sorgt damit für zukunftssicheres Breitbandinternet in ländlichen Regionen. Die Menschen in diesen Regionen nehmen es durch aktive Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen selbst in die Hand, eine offene, öffentliche und zukunftssichere Netzinfrastruktur zu schaffen. Unternehmen und Haushalte signalisieren mit ihrer Zustimmung zum Ausbau, dass sie mit Glasfaser bis ins Haus für die Zukunft gerüstet sein wollen. Der Schwerpunkt liegt auf Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die passive Infrastruktur, die nöGIG errichtet, bleibt ähnlich wie Kanalisation und Wasserleitungen langfristig in der Hand des Landes Niederösterreich und wird als Sachwert den zukünftigen Generationen übergeben. Die Investitionen sind langfristig angelegt und amortisieren sich im Laufe der Zeit, da über ihre aktive Nutzung Einnahmen erzielt werden. Verschiedene Serviceprovider können ihre Dienste gleichzeitig in dem offenen Netz anbieten.

Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) wurde vom Land Niederösterreich gegründet. Sie ist Teil der Niederösterreichischen Breitband Holding. Mehr dazu unter: www.noegig.at

Für Rückfragen

Mag. Natalie Nietsch
Presse / Kommunikation
nöGIG Service GmbH
Tel. +43 664 607 19815
n.nietsch@noegig.at